NEBUCOIN · MISSION 02 · 2018–2019

Ich habe meine eigene Kryptowährung gebaut – und selbst gemined

In diesem Artikel
  1. Ein USB-Miner, der mich sicher nicht reich machen würde
  2. Die Litecoin-Lotterie und ein ziemlich warmes Wochenende
  3. Winter 2018: Litecoin-Quellcode lesen
  4. Nebucoin: ein N auf einer Münze
  5. Mein eigener NOMP-Pool – und die störrische Grenze zwischen den Komponenten
  6. Der erste Block, der wirklich zählte
  7. NEBUCOIN LAB
  8. Fünf NEBU rein, 4,75 NEBU raus
  9. Staking war eine Blocksuche, keine tägliche Zinszahlung
  10. Ein Verwendungszweck in der Blockchain
  11. Ein hölzerner Nebu-Quarter kauft auch keine Pizza
  12. Eine erhaltene Spur: mein Raspberry-Pi-Wallet-Tutorial
  13. Hat geklappt. Nächstes Projekt.
  14. Fragen und Antworten
  15. Quellen und historische Grenzen

Ich habe eine Kryptowährung gebaut, mit der niemand eine Pizza kaufen konnte. Sie hatte einen Namen, Mining-Hardware, eine Blockchain, meinen eigenen Pool, eine Qt-Wallet und sogar Transaktionsnachrichten. Ihr Marktwert lag praktisch bei null. Als mein eigener Node endlich einen wirklich geminten Block akzeptierte, war das trotzdem einer der schönsten Momente des gesamten Experiments.

Wie aus einem USB-Miner, Litecoin-Quellcode und jeder Menge Neugier ein eigenes Blockchain-Labor wurde.

NEBU / Nebucoin

Privates Labor · 2018–2019 · kein Marktpreis

Münzmotiv: heutige Rekonstruktion, kein erhaltenes Original.
  1. 2018 / Moonlander, Litecoin-Versuche und Antminer-Wochenende (erinnert).
  2. Ende 2018 / Beginn des privaten Nebucoin-Projekts nach November.
  3. Anfang März 2019 / Das vollständige System funktioniert (ungefähr).
  4. Juli 2019 / Raspberry-Pi-Qt-Wallet-Tutorial; kein Nebucoin-Nachweis.

Ein USB-Miner, der mich sicher nicht reich machen würde

Mein erstes Mining-Gerät war ein FutureBit Moonlander 2, ein kleiner USB-ASIC für Scrypt. Ein ASIC ist spezialisierte Hardware für bestimmte Berechnungen, kein universeller Prozessor. Bei meinen Versuchen erinnere ich mich an ungefähr 2–4 MH/s: einige Millionen Hash-Versuche pro Sekunde. Das ist mein erinnerter Betriebsbereich, keine nachträglich überprüfte Messung und keine Angabe zur maximalen Herstellerleistung.

Am Anfang probierte ich öffentliche Mining-Dienste und bestehende Pools aus. So ein kleines USB-Gerät rechnet kryptografische Aufgaben und liefert Ergebnisse ab – das fand ich spannend. Die Wirtschaftlichkeit war weniger spannend. Für meine Verhältnisse machten die geringe Hashrate und die Stromkosten einen nennenswerten Gewinn unrealistisch. Irgendwann wurde es auch ziemlich langweilig, auf die Statistik eines fremden Pools zu schauen.

Die interessante Frage verschob sich von „Was bringt mir das?“ zu „Was passiert da eigentlich?“ Mining-Software installieren und auf eine Auszahlung warten konnte ich. Aber ich wollte den ganzen Weg verstehen: von einer Berechnung in der Hardware bis zu einer Transaktion, die in einer Wallet auftaucht.

Die Litecoin-Lotterie und ein ziemlich warmes Wochenende

Der Moonlander versuchte ungefähr sechs Monate lang, beim Solo-Mining einen Litecoin-Block zu finden. Solo-Mining ist eine Lotterie mit sehr ungleich verteilten Losen: Ein winziger Anteil an der Netzwerk-Hashrate bedeutet eine winzige Chance pro Versuch. Sechs Monate ohne Fund machen den nächsten Versuch nicht überfällig. Später nutzte ich gewöhnliches Pool-Mining, um wenigstens kleine Auszahlungen zu bekommen, statt vollständig auf diesen unwahrscheinlichen Treffer zu setzen.

Außerdem kaufte ich günstig einen älteren Bitmain Antminer L3. Ich erinnere mich an etwa 250 MH/s, kann die genaue Hardware-Revision heute aber nicht unabhängig bestätigen. Deshalb bleibt es hier beim L3; ich mache daraus nachträglich keinen L3+. Ältere Mining-Geräte waren nach sinkender kommerzieller Rentabilität günstig geworden. Für ein Experiment war das durchaus interessant.

Und dann ging die Lotterie tatsächlich einmal auf. Ungefähr im August 2018, so meine Erinnerung, lief der Antminer ein komplettes Wochenende im SOLO-Modus eines Mining-Dienstes. Das war kein gewöhnliches Pool-Mining mit geteilter Belohnung. Der Dienst nahm eine kleine Solo-Gebühr, mein Miner fand einen Litecoin-Block, und ich erhielt die vollständige Solo-Belohnung nach den Bedingungen des Dienstes.

Blockhash, Höhe, Auszahlungstransaktion und archivierte Dienstunterlagen habe ich nicht mehr. Der erfolgreiche Fund und sein ungefährer Zeitpunkt sind persönliche Erinnerungen. Deshalb hänge ich daran weder einen exakten Auszahlungsbetrag noch eine rückblickend erfundene Gewinnrechnung.

Woran ich mich ziemlich gut erinnere: Wärme und Stromverbrauch. Zu Hause hielt sich die Begeisterung über das Experiment stärker in Grenzen als bei mir. Ich vermute, dass die Stromkosten den wirtschaftlichen Nutzen aufgefressen haben könnten. Verbrauch und damaligen Litecoin-Kurs weiß ich aber nicht mehr genau genug, um das ehrlich auszurechnen.

Im November 2018 bekam ich einen Ledger Nano S zum Geburtstag. Den besitze ich heute noch. Die geminten Litecoin waren zuerst über eine Software-Wallet verwaltet; ob das Litecoin-Qt oder Atomic Wallet war, weiß ich nicht mehr. Später übertrug ich sie an eine über den Ledger verwaltete Adresse. Die Hardware-Wallet verwahrte Signierschlüssel, keine kleinen Litecoin-Dateien im USB-Gerät.

Winter 2018: Litecoin-Quellcode lesen

Nach November 2018 nahm ein besseres Projekt Gestalt an: Warum nicht eine eigene Kryptowährungsumgebung bauen? Ende November und Weihnachten waren gute Zeiten zum Basteln. Den Winter 2018/2019 verbrachte ich mit Lesen, Anpassen, Kompilieren, Recherchieren und Fehlersuche. Ungefähr Anfang März 2019 funktionierte das vollständige System endlich. Das sind erinnerte Meilensteine, keine aus einem erhaltenen Release-Verlauf rekonstruierten Daten.

Ich begann beim Litecoin-Quellcode. Englische Dokumentation, Reddit-Diskussionen, Medium-Artikel und andere Open-Source-Projekte füllten die Lücken. Ich schaute mir Bitcoin, Dogecoin, Verge, PIVX, Emerald und weitere Projekte an. Anschauen bedeutete nicht automatisch, Code daraus zu übernehmen: Manchmal suchte ich eine Implementierung, manchmal eine Erklärung und manchmal einfach einen anderen Ansatz.

Ich passte bestehende offene Implementierungen an, um ihr Zusammenspiel zu verstehen. Ich erfand kein neues kryptografisches System und schrieb auch nicht eine ganze Währung aus einem leeren Editor heraus. Fremden Code zu lesen war ein erheblicher Teil der Arbeit.

Nebucoin: ein N auf einer Münze

Das Ergebnis hieß Nebucoin, Kürzel NEBU. Mein Branding bestand aus einer einfachen Münze mit einem großen N. Kein ausgefeiltes Erscheinungsbild, keine Marketingkampagne. Der Name passte zu meinem alten Nebu-Nickname; viel wichtiger war mir, dass die Software funktionierte.

Alles blieb privat: kein öffentlicher Start, kein Börsenlisting, keine externen Investoren, keine öffentliche Mining-Community. Im Wesentlichen betrieb ich das gesamte System allein. An eine maximale Menge von ungefähr fünf Millionen NEBU erinnere ich mich noch. Das ist eine Schätzung aus dem Gedächtnis, kein verifizierter Blockchain-Parameter.

Nebucoin kombinierte Scrypt Proof of Work mit Proof of Stake, das ich aus anderen Open-Source-Implementierungen anpasste. Gewöhnliches Litecoin ist ein PoW-System. Staking erforderte daher Änderungen über einen einfachen Litecoin-basierten Coin hinaus. Den Staking-Algorithmus schrieb ich nicht komplett selbst; die genaue damalige PoS-Codebasis weiß ich heute nicht mehr.

Auch die Mining-Schwierigkeit änderte sich. Grundsätzlich verändert eine Difficulty-Anpassung, wie anspruchsvoll das Blockziel ist: Ein kleinerer zulässiger Bereich von Hash-Ergebnissen macht einen Fund unwahrscheinlicher. Die genaue Nebucoin-Anpassungsformel und das Zielintervall kann ich nicht rekonstruieren. Eine heutige Vermutung würde die Geschichte präzise aussehen lassen und dabei ungenauer machen.

Mein eigener NOMP-Pool – und die störrische Grenze zwischen den Komponenten

Ein Coin-Daemon allein war noch nicht das Experiment, das ich wollte. Ich betrieb eine private Mining-Pool-Webseite mit NOMP – Node Open Mining Portal. Pool und Nebucoin-Blockchain-Node waren getrennte laufende Komponenten. Meine separate Qt-Wallet durfte ausgeschaltet bleiben.

Der Miner sprach über Stratum mit dem Pool; der Pool kommunizierte über RPC mit dem Daemon. NOMP kümmerte sich um Shares und Abrechnung. Die Prüfung von Blockkandidaten nach den Regeln der Blockchain blieb Aufgabe des Coin-Nodes. Eine hübsche Pool-Statistik konnte einen ungültigen Block nicht gültig machen.

Ein Share ist ein Arbeitsnachweis für das Ziel des Pools. Die meisten Shares erfüllen noch nicht das strengere Blockziel des Netzwerks. „Accepted“ in der Mining-Software bedeutet deshalb nicht automatisch, dass ein neuer Blockchain-Block existiert.

Gerade die Verbindung von NOMP und Nebucoin kostete mich viel Zeit. RPC-Kommunikation, Arbeitsaufgaben und Ergebnisse übertragen, einen wirklich geminten Kandidaten von der Blockchain anerkennen lassen – daran hing ich lange. Die ursprünglichen Fehlermeldungen sind weg. Ich erinnere mich an die Integrationsprobleme, nicht an eine bestimmte fehlende Methode, einen Stacktrace oder einen Konfigurationstippfehler.

Der erste Block, der wirklich zählte

Irgendwann lieferte meine Mining-Hardware ihre Arbeit über meinen Pool ab, und der Nebucoin-Node akzeptierte den entstandenen Block. Ungefähr Anfang März 2019 funktionierte endlich der gesamte Weg.

Das war der Durchbruch. Per administrativem Befehl Testcoins zuzuweisen hätte nicht dasselbe bewiesen. Hier hatten Hardware, Mining-Protokoll, Pool-Anbindung und Blockprüfung tatsächlich zum gleichen Ergebnis geführt. Der Coin hatte keinen nennenswerten Preis. Ich habe mich trotzdem riesig gefreut.

Das folgende Lab rekonstruiert diese Zusammenhänge, nicht meine alte Installation. Das verwandte easyNOMP-Projekt ähnelt der Oberfläche, an die ich mich erinnere. Es ist eine visuelle Referenz, kein Beleg dafür, dass ich diesen Fork nutzte. Seine Screenshots zeigen nicht meinen Pool. Dieses Dashboard ist eine eigene Rekonstruktion ohne übernommene historische Screenshots.

NEBUCOIN / LOCAL LAB / MISSION 02

NEBUCOIN LAB — Ein Blockchain-Experiment von 2019

Didaktische Rekonstruktion – nicht die originale Nebucoin-Software von 2019.

Sechs kleine Übungen verbinden Mining-Arbeit, Node, Pool-Abrechnung und Wallet. Alle Werte sind fiktiv. Keine Kryptowährung, Wallet-Verbindung, Schlüssel, Konten, Backend oder Netzwerkanfragen.

Beginne mit A oder einem Share in C. Mine anschließend zwei Blöcke in B.

A / Dem Mining-Weg folgen

Wähle eine Komponente. Die Protokollangaben zeigen, wer miteinander kommuniziert; es wird keine Verbindung geöffnet.

Der ASIC berechnet Scrypt-Arbeit. Stratum verbindet ihn mit dem Pool; RPC verbindet den Pool mit dem prüfenden Node. Die separate Qt-Wallet kann später synchronisieren.

B / Einen Modellblock minen

Ändere die Schwierigkeit und starte einen begrenzten Versuch. Ein gültiger Hash beginnt mit der gewählten Zahl hexadezimaler Nullen.

Versuche in diesem Lauf
0

Einfaches SHA-256 über JSON [Höhe, Vorgängerhash, Daten, Schwierigkeit, Nonce]. Maximal 12.000 Versuche pro Klick und 12 Blöcke pro Sitzung, mit Pausen. Kein Hintergrund-Mining. Das ist NICHT der originale Scrypt-Prozess oder eine echte Blockchain; die Schwierigkeit passt sich hier nicht automatisch an. Ein Lauf kann ohne gültigen Block enden.

C / NOMP-Pool-Rekonstruktion

Probiere zuerst einen gewöhnlichen Share: Nur der Zähler verändert sich. Mine in B zwei Blöcke, damit die erste Beispielbelohnung verfügbar wird. Fordere eine Auszahlung an und mine einen dritten Block, um sie aufzunehmen.

Akzeptierte Shares
0
Abgelehnte Arbeit
0
Unreife Modellbelohnung
0 NEBU
Verfügbares Poolguthaben
0 NEBU
Summe der Pool-Abzüge
0 NEBU
Ausstehende Auszahlung
0 NEBU

Historisch gewählte Werte: Schwelle 5 NEBU, Abzug 0,25 NEBU. Vereinfachte Auszahlung: 4,75 NEBU; keine separate Netzwerkgebühr modelliert. Erfundenes Modell: 5 NEBU pro Block, verfügbar nach einem Folgeblock, eine ausstehende Auszahlung gleichzeitig. Ein Share allein zahlt nichts aus.

D / Die Chain läuft weiter; die Wallet darf offline sein

Jeder Block verweist auf seinen Vorgänger. Nur eine aufgenommene Auszahlung erreicht das Ledger-Guthaben des Demo-Empfängers. Das Öffnen der Wallet synchronisiert ihre Ansicht, ohne Coins in eine Datei zu verschieben.

Empfänger-Guthaben im Ledger
0 NEBU
Wallet-Ansicht
0 NEBU

Offline · zuletzt bekannter Stand

Noch keine Blöcke. Starte einen Mining-Versuch in Modul B.

Hashes sind SHA-256; Nullen markieren den anfänglichen Vorgänger. Bestätigungen zählen den enthaltenen Block und seine Nachfolger. Die Aufnahme der Auszahlung ist vereinfacht; Signaturen, Peer-Konsens, Reorganisationen und echte Transaktionsgebühren fehlen.

E / Ein öffentlicher Verwendungszweck

Diese Vorschau ist unabhängig von Wallet- und Poolguthaben. Gib keine persönlichen Angaben ein: Eine echte On-Chain-Nachricht wäre öffentlich. Diese Demo sendet und speichert nichts.

Zeichen (Unicode-Codepoints)
0 / 80
Zusätzliche Modell-Nachrichtengebühr
0 NEBU

Beispielformel, kein historischer Quellcode: leer = 0; sonst 1 + 0,25 × max(0, ceil(Länge / 20) − 1) NEBU. Über 80 Zeichen wird abgelehnt. Das sind lokale Eingabeprüfungen, kein Beleg für eine Durchsetzung im Netzwerk-Konsens.

F / Berechtigt heißt nicht belohnt

Starte mit 100 berechtigten und 10 unreifen Coins. Lass Zeit vergehen, um Ausgänge reifen zu lassen. Probiere einzelne Blocksuchen; Zeit allein erzeugt keine Belohnung.

Simulierte Zeit
0 h
Berechtigter Stake
100 NEBU
Unreife Ausgänge
10 NEBU
Modellchance pro Versuch
10.0%
PoS-Blöcke / Belohnungen von 1 NEBU
0

Eigenständiges Modell, kein originaler PoS-Algorithmus: Chance = berechtigt / (berechtigt + 900 gedachte konkurrierende Einheiten). Reproduzierbare Pseudozufallsziehungen, höchstens 200 Versuche und 240 simulierte Stunden. Belohnung: 1 NEBU, für 24 Stunden unreif. Historisches Privatnetz: im Wesentlichen nur ich, keine 900 Konkurrenten. Keine täglichen Zinsen oder garantierten Erträge.

Heutige eigene Oberfläche, inspiriert von der NOMP-Familie; kein historischer Screenshot. B–D nutzen ein gemeinsames Modell; E und F sind eigenständige Übungen. Neuladen oder Zurücksetzen löscht den Zustand.

Fünf NEBU rein, 4,75 NEBU raus

Für meinen privaten Pool legte ich eine Auszahlungsschwelle von 5 NEBU und einen Pool-Abzug von 0,25 NEBU fest. Anschaulich: 5 − 0,25 = 4,75 NEBU. Das waren meine gewählten Werte. Der Abzug war nicht die Blockchain-Transaktionsgebühr; die genauen historischen Verarbeitungsdetails liegen nicht mehr vor.

Das Lab trennt die Schritte bewusst. Shares verändern einen Arbeitszähler. Ein gültiger Modellblock erzeugt eine ausstehende Beispielbelohnung von 5 NEBU. Ein weiterer Modellblock macht sie in der Pool-Abrechnung verfügbar. Diese Reife nach einem Folgeblock und die 5-NEBU-Blockbelohnung sind Modellregeln, keine wiedergefundenen historischen Parameter. Eine Auszahlung entnimmt 5 NEBU aus dem verfügbaren Poolguthaben, verbucht 0,25 Abzug und erzeugt eine ausstehende Transaktion über 4,75. Ein weiterer geminter Block nimmt sie auf.

Meine echte Qt-Wallet konnte aus sein, während Node und Pool weiterliefen. Beim nächsten Start synchronisierte sie die Blockchain und zeigte die relevanten Transaktionen. Eine Wallet verwaltet Schlüssel und interpretiert den Stand des Ledgers. Transaktionsausgänge und ihre Ausgabebedingungen stehen im Ledger; Schlüssel erlauben das Autorisieren einer Ausgabe. Coins sind keine gewöhnlichen Dateien, die physisch in der Anwendung liegen.

Blockchain-Informationen konnte ich auch per Terminal abfragen, und NOMP zeigte Mining- und Blockstatistiken. Daraus folgt nicht, dass ich einen separaten vollständigen Blockexplorer betrieb.

Staking war eine Blocksuche, keine tägliche Zinszahlung

Meine Wallet konnte staken. Ich erinnere mich daran, dass ungefähr 100 NEBU bei einem gefundenen PoS-Block etwa einen zusätzlichen NEBU ergeben konnten. Das ähnelte einer ungefähr festen Blockbelohnung, keiner automatisch gutgeschriebenen täglichen Prozentverzinsung. Mehr berechtigte Coins erhöhten die Fundchance; eine feste Belohnung ist prozentual bei einem größeren Guthaben kleiner.

Neu erzeugte Coins mussten ungefähr 24 Stunden reifen, bevor sie wieder staken durften. Reife bedeutete Berechtigung. Einen gültigen PoS-Block zu finden war ein weiterer Vorgang. Erst dieser Fund erzeugte eine Belohnung. Daraus wurde keine Garantie „100 NEBU bringen alle 24 Stunden 1 %“. Funde und Belohnungen konnten schwanken; in meinem privaten Netzwerk war ich praktisch der einzige Staking-Teilnehmer.

Das interaktive Beispiel nutzt eine reproduzierbare Wahrscheinlichkeitsziehung und 900 gedachte konkurrierende Stake-Einheiten, damit du 100 mit 500 berechtigten Coins vergleichen kannst. Diese Konkurrenz beschreibt nicht mein damaliges privates Netz. Das ist weder der ursprüngliche Staking-Algorithmus noch eine Ertragsprognose. Zeit vergeht nur per Schaltfläche, und neue Modellbelohnungen bleiben 24 simulierte Stunden unreif.

Ein Verwendungszweck in der Blockchain

Besonders gefiel mir ein optionales Nachrichtenfeld in meiner angepassten Qt-Wallet. Die Inspiration war der Verwendungszweck einer normalen Banküberweisung. Warum sollte eine Transaktion nur Betrag und Ziel enthalten, wenn auch eine kurze Erklärung mitkommen könnte?

Der Text wurde als Daten in der Blockchain gespeichert. Das war öffentlich lesbar, keine verschlüsselte Privatnachricht. Wer die Chain technisch untersuchen konnte, konnte den Text lesen. Wie bei Kryptowährungen im Tor-Artikel gilt auch hier: Eine pseudonyme Adresse macht die übrigen Daten nicht automatisch geheim.

Ich erinnere mich an ungefähr 80 Zeichen als Obergrenze, mindestens 1 NEBU zusätzliche Gebühr bei Text, höhere Gebühren für längere Nachrichten und Prüfungen gegen zu lange oder unzureichend bezahlte Nachrichten. Die genaue damalige Gebührenformel kann ich nicht wiederherstellen.

Solche Regeln können an verschiedenen Stellen sitzen. Eine Eingabeprüfung der Wallet kann Text ablehnen; die Transaktionserzeugung bestimmt, was kodiert wird; ein Node prüft nach seinen Regeln. Eine Regel ist erst dann eine netzwerkweite Konsensanforderung, wenn die relevanten validierenden Nodes sie entsprechend durchsetzen. Welche meiner Nachrichtenprüfungen damals jeder Full Node erzwang, kann ich heute nicht belegen.

Die Lab-Gebühr ist ausdrücklich ein heutiges Rechenbeispiel: Ohne Nachricht keine zusätzliche Nachrichtengebühr; ansonsten 1 NEBU für die ersten 20 Zeichen und 0,25 NEBU für jede weitere angefangene 20er-Gruppe, bis zu 80 Zeichen. Das Lab zeigt einen öffentlichen Beispieldatensatz und sendet keine Transaktion. Es ist nicht mein damaliger C++-Code.

Bliebe der Verwendungszweck für immer dort? Hash-Verknüpfungen, Prüfung, Konsens und Bestätigungen erschweren spätere Veränderungen unter den jeweiligen Netzwerkannahmen. Das ist Widerstand gegen Änderungen, keine absolute Garantie unter allen Umständen. Ein von einer Person betriebenes Privatnetz bietet außerdem andere Sicherheiten als eine breit betriebene Blockchain. Blockzeitstempel sind kein kryptografischer Beweis für eine genaue reale Uhrzeit.

Ein hölzerner Nebu-Quarter kauft auch keine Pizza

Ich könnte eine Münze aus Holz schnitzen, sie Nebu-Quarter nennen und ihr einen Wert zuschreiben. Davon würde mir noch niemand eine Pizza dafür geben. Nebucoin hatte dieselbe grundlegende Grenze: Software kann Buchungsregeln durchsetzen, aber nicht die Bereitschaft anderer Menschen erzeugen, eine Einheit anzunehmen.

Es gab keinen Marktpreis zu feiern und kein kommerzielles Ziel zu verfehlen. Der nützliche Ertrag war Verständnis: wie sich Pool und Node unterscheiden, warum ein Share kein Block ist, wie eine Wallet synchronisiert und wie viele Annahmen hinter einer scheinbar einfachen Guthabenanzeige stecken.

Eine erhaltene Spur: mein Raspberry-Pi-Wallet-Tutorial

Ein echtes Stück aus dieser Zeit ist noch online: How to install any QT-Wallet on the Raspberry Pi / Pi3B+, veröffentlicht im Juli 2019. Als Beispiel dient BankSocietyCoin. Der Text zeigt praktische Erfahrungen beim Kompilieren von Wallets, mit Abhängigkeiten und damaligen Bibliotheksproblemen.

Er dokumentiert nicht Nebucoin selbst. Er ist ein zeitlicher Kontext zu meinen damaligen Experimenten und ein historisches Tutorial, keine aktuelle Empfehlung für eine sichere Einrichtung. Kryptowährungssoftware auf einem Raspberry Pi zu bauen verlangte dieselbe Geduld, die der private Coin bereits eingefordert hatte.

Hat geklappt. Nächstes Projekt.

Irgendwann hatte ich die Ausgangsfrage beantwortet. Ich schaltete Blockchain-Netzwerk und Mining-Infrastruktur ab, entfernte die lokale Wallet und machte mit dem nächsten Projekt weiter. Ein aktives Nebucoin-Netz gibt es heute nicht mehr. Original-Screenshots von Wallet oder Pool habe ich ebenfalls nicht mehr.

Ich musste eine private Währung nicht auf unbestimmte Zeit weiterbetreiben, um zu zeigen, dass sich das Experiment gelohnt hatte. Sein Zweck war erfüllt. Die nächste Idee wartete schon, ganz ähnlich wie bei den ungewöhnlichen Fragen hinter BoringOS.

Nebucoin hatte nie einen Marktpreis. Sein Wert war alles, was ich beim Bauen gelernt habe. Ein funktionierendes System, ein wirklich akzeptierter Block und ein viel besseres Verständnis der Technik waren genug.

Fragen und Antworten

Kann ich Nebucoin heute kaufen oder minen?

Nein. Das private Netzwerk wurde abgeschaltet. Dieses Lab arbeitet ausschließlich mit fiktiven Daten.

Habe ich Litecoin komplett neu programmiert?

Nein. Ich lernte am Litecoin-Quellcode und passte bestehende offene Implementierungen an. Die genaue PoS-Herkunft ist nicht mehr bekannt.

Bringen 100 NEBU jeden Tag 1 %?

Nein. Reife macht Coins stakingberechtigt; erst ein gültiger PoS-Block bringt eine Belohnung. Die ursprünglichen Regeln sind nicht vollständig erhalten.

Zeigt das Lab meine damalige Wallet oder meinen Pool?

Nein. Es ist eine heutige didaktische Rekonstruktion. easyNOMP ist nur eine verwandte visuelle Referenz.

Musste meine Qt-Wallet fürs Mining geöffnet sein?

Nein. Der separat laufende Node und NOMP mussten funktionieren. Die Qt-Wallet konnte später synchronisieren.

Quellen und historische Grenzen

Meine persönlichen Erlebnisse sind die Primärquelle dieser Geschichte. Externe Quellen erklären die Komponenten; sie belegen weder meinen Litecoin-Blockfund noch die ursprünglichen Nebucoin-Parameter. Es werden keine fremden Bilder oder Quellcodepassagen übernommen.

Offen bleiben insbesondere die genaue L3-Revision, PoS-Codebasis, Supply-Grenze, Difficulty-Regeln und Gebührenformel. Die genannten Zahlen werden dort als Erinnerung oder Modell gekennzeichnet, wo sie verwendet werden.

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