Kernel und Systemstabilität

Kernel-Watchdog erkennt CPU-Softlockup

Ein Softlockup heißt, dass die Watchdog-Aufgabe nicht rechtzeitig lief; CPU-Spur prüfen und eine VM-Pause von einer wiederholbaren Kernel-Blockade trennen.

Auf dieser Seite
  1. Symptome und Geltungsbereich
  2. Mögliche Ursachen
  3. Sicher prüfen
  4. Nächste Schritte nach Befund
  5. Quellen und Prüfung
  6. Verwandte Probleme

Symptome und Geltungsbereich

  • Desktop oder Dienst reagieren über längere Zeit nicht.
  • Der Kernel nennt festhängende CPU und Aufgabe in einer Softlockup-Warnung.

Betroffene Umgebung

Linux mit aktivem Softlockup-Detektor, auf Hardware oder in VMs. Das Zeitlimit ist einstellbar und kein Leistungstest.

Erkennbare Meldungen (synthetische Beispiele)
watchdog: BUG: soft lockup - CPU#2 stuck for 26s! [worker:440]

Ausführungsspuren und Virtualisierungskontext prüfen; ein Softlockup unterscheidet sich von GPU-Ring-Zeitüberschreitung und Interrupt-Hardlockup.

Mögliche Ursachen

Das sind mögliche Erklärungen, keine bestätigte Diagnose. Mehrere unabhängige Fehler können gleichzeitig vorliegen.

  • Ein langer nicht unterbrechbarer Kernelpfad, eine Treiberschleife oder fehlende Scheduling-Zeit können den Watchdog verzögern.
  • Eine pausierte oder lange nicht eingeplante VM sowie geänderte Watchdog-Zeitlimits können zeitlich irreführende Hinweise liefern.

Sicher prüfen

Führe jeweils einen Befehl in der passenden Sitzung aus. Lies zuerst die Erklärung. Großgeschriebene Platzhalter brauchen deine Werte; Werkzeuge und Rechte unterscheiden sich je nach Distribution. Die Website zeigt Befehle an und führt sie niemals aus.

Prüfschritt 1

Watchdog- und Stack-Zeilen lesen; Administratorzugriff kann nötig sein. Für einen Bericht zusätzlich den umgebenden ungefilterten Verlauf behalten.

journalctl -b -k --no-pager --grep='soft lockup|watchdog|Call Trace|RIP:'

Ergebnis einordnen: Wiederholte Blockaden im gleichen Ausführungspfad sind aussagekräftiger als einzelne Warnungen nach einer VM-Pause. Die genannte Aufgabe kann betroffen statt verantwortlich sein.

Prüfschritt 2

Zeitlimit und Panic-Richtlinie ohne Wertzuweisung lesen. Verfügbarkeit hängt von der Kernel-Konfiguration ab.

sysctl kernel.watchdog_thresh kernel.softlockup_panic

Ergebnis einordnen: Ein ungewöhnlich niedriges Zeitlimit kann frühere Meldungen erklären; Erhöhen würde eine wiederkehrende Blockade jedoch verstecken. Die Panic-Richtlinie erklärt automatische Neustarts.

Nächste Schritte nach Befund

Ermittelten Tracing- oder Konsolenaufwand reduzieren

Tritt der Vorfall nur bei starkem Tracing oder sehr ausführlicher Ausgabe auf einer langsamen Konsole auf, diese optionale Instrumentierung dokumentiert abschalten und Minimal-Arbeitslast vergleichen. Stack und Pausendauer gegenüberstellen.

Vorsicht: Normale Kernel-Fehlerprotokollierung und Watchdog-Erkennung aktiv halten. Notwendige Überwachung nicht lediglich wegen störender Warnungen stoppen.

Wiederherstellung / Rücknahme: Dokumentiertes Tracing- oder Konsolenprofil bei Bedarf für einen gezielten weiteren Mitschnitt wiederherstellen.

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Kernel oder VM-Scheduling-Kontext vergleichen

Bei wiederholter Hardware-Spur einen unterstützten älteren Kernel und passende paketierte Korrektur vergleichen. Bei Warnungen nur nach VM-Pause oder Migration zuerst Host-Zeitlinie und Scheduling statt Gast-Kernelrichtlinie prüfen.

Vorsicht: Arbeitslasten und Hardware-Einstellungen gleich halten; zerstörende Wiederholungstests bei fehlender sauberer Wiederherstellung vermeiden.

Wiederherstellung / Rücknahme: Bei Verschlechterung ursprünglichen unterstützten Starteintrag oder vorheriges VM-Scheduling-Profil wiederherstellen.

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Quellen und Prüfung

Diese Anleitung basiert auf Originalquellen von Projekten oder Distributionen und wurde am genannten Datum redaktionell geprüft. Das ist eine Quellenprüfung, kein Nachweis einer auf deiner Hardware reproduzierten Lösung. Log-Beispiele sind synthetische Testdaten. Versionsabhängige Details müssen zur installierten Ausgabe passen.