Symptome und Geltungsbereich
- apt upgrade meldet zurückgehaltene Pakete, obwohl die übrige Paketverwaltung normal funktioniert.
- Verschiedene Ubuntu-Rechner erhalten dieselbe angebotene Nicht-Sicherheitsaktualisierung zu unterschiedlichen Zeiten.
Betroffene Umgebung
Ubuntu-Versionen mit gestaffelter APT-Verteilung; Debian und Fremdquellen können andere Mechanismen haben. Nicht jedes zurückgehaltene Paket ist von Phasing betroffen.
Mögliche Ursachen
Das sind mögliche Erklärungen, keine bestätigte Diagnose. Mehrere unabhängige Fehler können gleichzeitig vorliegen.
- Ubuntu kann ein Update zunächst nur an einen Teil der Rechner verteilen, bis ausreichend Sicherheit über dessen Stabilität besteht.
- Ein Paket kann stattdessen ausdrücklich gehalten sein, neue Abhängigkeiten benötigen, mit einem anderen Paket kollidieren oder aus einer unpassenden Quelle stammen; die Meldung allein beweist kein Phasing.
Sicher prüfen
Führe jeweils einen Befehl in der passenden Sitzung aus. Lies zuerst die Erklärung. Großgeschriebene Platzhalter brauchen deine Werte; Werkzeuge und Rechte unterscheiden sich je nach Distribution. Die Website zeigt Befehle an und führt sie niemals aus.
Prüfschritt 1
Aktualisierungskandidaten ohne Installation auflisten.
apt list --upgradableErgebnis einordnen: Die Liste erklärt nicht automatisch, warum einzelne Kandidaten zurückgehalten werden.
Prüfschritt 2
Explizit gehaltene Pakete ohne Änderung der Sperre auflisten.
apt-mark showholdErgebnis einordnen: Eine ausdrückliche Paketsperre ist von Ubuntus gestaffelter Verteilung unabhängig.
Prüfschritt 3
PACKAGENAME durch ein zurückgehaltenes Paket ersetzen; installierte Versionen, Kandidaten und Quellen prüfen.
apt-cache policy PACKAGENAMEErgebnis einordnen: Policy zeigt Versionen und Quellen; zusammen mit Phased-Update-Metadaten und APT-Meldungen auswerten.
Nächste Schritte nach Befund
Bei belegtem Phased Update die reguläre Verteilung abwarten
Ist der Kandidat tatsächlich gestaffelt, sollte man auf einem normalen Arbeitsplatzrechner warten, bis APT das Update regulär zulässt. Das ist eine Ubuntu-Sicherheitsfunktion, kein Beleg für eine defekte Paketdatenbank. Spätere reguläre Updates prüfen statt wiederholt Force-Flags auszuprobieren.
Vorsicht: Sicherheitsupdates werden laut Ubuntu-Dokumentation nicht gestaffelt; scheinbar zurückgehaltene Sicherheitsupdates gesondert untersuchen.
Wiederherstellung / Rücknahme: Keine Konfigurationsänderung nötig; die Standardrichtlinie beibehalten.
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Echte Sperren, Abhängigkeiten und Fremdquellen untersuchen
Ist keine gestaffelte Verteilung beteiligt, explizite Sperren, Versionskandidaten, Paketquellen und geplante APT-Änderungen prüfen. Kein einzelnes Upgrade erzwingen, wenn dadurch wichtige Desktop- oder Kernelabhängigkeiten entfernt würden. Eine unterbrochene dpkg-Transaktion ist ein anderer Fehlerfall.
Vorsicht: Phased Updates nicht pauschal abschalten und keine Pakete unpassender Release-Zweige mischen.
Wiederherstellung / Rücknahme: Pinning und Sperren unverändert lassen, bis ihr Zweck geklärt ist; nur dokumentierte Einzeländerungen rückgängig machen.
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Quellen und Prüfung
Diese Anleitung basiert auf Originalquellen von Projekten oder Distributionen und wurde am genannten Datum redaktionell geprüft. Das ist eine Quellenprüfung, kein Nachweis einer auf deiner Hardware reproduzierten Lösung. Log-Beispiele sind synthetische Testdaten. Versionsabhängige Details müssen zur installierten Ausgabe passen.
- Ubuntu: apt upgrade and phased updates explained (Projekt- oder Distributionsdokumentation)
- Ubuntu APT manual: package policy and installed versions (Projekt- oder Distributionsdokumentation)
- Ubuntu APT manual: apt-mark and holds (Projekt- oder Distributionsdokumentation)