Lochkarte
1890er–1970er · 80 Spalten
Löcher codieren Zeichen in Spalten. Ein Leser erfasst das Muster. Karten lassen sich physisch sortieren, doch die Reihenfolge zählt; eine Karte ist keine Diskette mit Dateisystem.
Frühe Datenverarbeitung und Programmeingabe. Die 80-Spalten-Karte ist ein wichtiges Format, aber nicht jede Lochkarte.
QuelleLochstreifen
1900er–1970er · formatabhängig
Lochreihen tragen Codes; ein Transportloch synchronisiert den Leser. Gelesen wird sequenziell. Ein Riss unterbricht den Strom; die Länge bestimmt die Kapazität.
Fernschreiber, Maschinensteuerung und frühe Programme. Eine allgemeine Bytekapazität gibt es nicht.
QuelleMagnetband
1950er–heute · abhängig von Rolle und Format
Ein beschichtetes Band läuft am Magnetkopf vorbei. Daten liegen entlang des Bandes; entfernte Blöcke erfordern unter Umständen Spulen statt eines direkten Zugriffs.
Stapelverarbeitung und Backups; für Archive weiterhin wichtig. Große Kapazität bedeutet keinen wahlfreien Zugriff wie bei einer Platte.
QuelleDatenkassette
1970er–1980er · Laufzeit und Codierung
Computerbits werden als Signal auf einem Kompaktkassettenband aufgezeichnet. Beim Abspielen decodiert der Rechner das Signal. Startposition und Signalqualität zählen.
Preiswerter Heimcomputerspeicher. Langsam und sequenziell; die Kapazität hängt auch von Datenrate und Codierung ab.
Quelle8-Zoll-Diskette
1971–1980er · ≈80 KB · frühes IBM-Beispiel
Eine flexible Magnetscheibe dreht sich in einer großen Schutzhülle. Der Kopf wechselt zwischen konzentrischen Spuren. IBM lieferte 1971 ein frühes Nur-Lese-System.
Anfangs zum Laden von Systeminformationen; spätere beschreibbare Formate unterscheiden sich stark. Die frühe Kapazität ist kein allgemeiner 8-Zoll-Wert.
Quelle5,25-Zoll-Diskette
Ende 1970er–1990er · 360 KiB DD / 1.200 KiB HD
Eine Magnetscheibe in flexibler quadratischer Hülle mit Kopföffnung und Spindelloch. Typische PC-Formate nutzen zwei Seiten; DD und HD brauchen passende Laufwerke.
Programme, Dokumente und Spiele. Gut tragbar; offene Flächen und inkompatible Formate können die Übertragung verhindern.
Quelle3,5-Zoll-DD-Diskette
1980er–1990er · 737.280 B · 720 KiB
Eine feste Hülle mit Schieber schützt eine flexible Magnetscheibe. Typische PC-DD-Geometrie: 80 Zylinder × 2 Seiten × 9 Sektoren × 512 Byte.
Dokumente und Software unterwegs. Mechanisch ähnlich wie HD, aber Dichte und Laufwerkskompatibilität unterscheiden sich. FAT-Metadaten brauchen Platz.
Quelle3,5-Zoll-HD-Diskette
Ende 1980er–2000er · 1.474.560 B · 1.440 KiB
80 Zylinder × 2 Seiten × 18 Sektoren × 512 Byte. Das berühmte Etikett „1,44 MB“ mischt Konventionen: weder 1,44 dezimale MB noch 1,44 MiB.
Bootdisketten, Treiber, Schularbeiten und mehrteilige Transfers. Ein übliches FAT12-Format reserviert Sektoren; für Dateien bleibt weniger Platz.
QuelleIomega ZIP 100
Mitte 1990er–2000er · 100.000.000 B nominal
Eine dickere magnetische Wechselkassette mit dichteren Spuren und eigenem ZIP-Laufwerk. Sie ist keine gewöhnliche Diskette und passt funktional nicht ins Diskettenlaufwerk.
Backups und große Dokumente vor der USB-Verbreitung. ZIP-250/750 kamen später; Kompatibilität hängt vom Modell ab. Nennkapazität ist nicht freier formatierter Platz.
QuelleCD-ROM / CD-R / CD-RW
1980er–heute · 74 min Mode 1 · 681.984.000 B
Eine optische Abtasteinheit folgt einer Spirale. Gepresste CD-ROMs nutzen Pits und Lands; CD-R verändert eine Farbstoffschicht und CD-RW ein reversibles Phasenwechselmaterial.
Musik und Softwarevertrieb. Mode 1 bietet 2.048 Nutzbyte je Sektor; Audiosektoren haben eine andere Nutzlast. 80-Minuten-Mode-1-CD: 737.280.000 B.
QuelleDVD
Ende 1990er–heute · ≈4.700.000.000 B · eine Schicht
Eine optische Disc mit kleineren Strukturen als eine CD. Der Vergleich nutzt eine einschichtige Nennkapazität; beschreibbare Varianten und Dateisysteme haben eigene Layouts.
Filme, Spiele und Backups. Mehrere Schichten sind möglich; das Modell setzt nicht heimlich eine Dual-Layer-Disc ein.
QuelleBlu-ray Disc
2000er–heute · 25.000.000.000 B nominal · eine Schicht
Ein blauvioletter Laser und engere optische Geometrie ermöglichen mehr Dichte. 25 GB ist der gewählte einschichtige Vergleich, nicht jedes Blu-ray-Format.
HD-Video, Konsolenspiele und Archive. Medienvariante und Laufwerksunterstützung zählen; Nennbyte sind kein freier Dateisystemplatz.
QuelleUSB-Flash-Stick
2000er–heute · 128.000.000.000 B · Beispiel
NAND-Zellen halten elektrische Ladung ohne Stromversorgung. Ein Controller bietet logische Blöcke an und verwaltet die physischen Speicherbereiche. Es gibt keine Spindel oder Optik.
Dateien unterwegs und bootfähige ISO-Sammlungen mit Ventoy. Kapazität, Tempo und Lebensdauer variieren. Ventoy und Dateisystemstrukturen belegen einen Teil der Nennkapazität.
QuelleSSD / NVMe
2000er–heute · Kapazität je Modell
NAND-Packages und Controller ersetzen bewegliche Platten. Logische Blöcke lassen sich neu zuordnen. NVMe ist ein meist über PCIe übertragenes Befehlsprotokoll, kein Speicherzelltyp.
Meist interner System- und Spielespeicher. Wear Leveling verteilt Schreibvorgänge; Garbage Collection und Fehlerkorrektur sind Controlleraufgaben. Schreibhaltbarkeit ist nicht unbegrenzt.
Quelle